Trotzig: TuS Woltersdorf holt 1:1 – eine Minute, zwei Tore.
Bis heute wirkt in Woltersdorf ein Fußballereignis nach, das die Elbe-Jeetzel-Zeitung für „ejz vor 25 Jahren“ ausgegraben hat. Am 12. August 2001 ging der TuS Woltersdorf geschlossen und trotzig wie ein „gallisches Dorf“ in ein Spiel der Niedersachsenliga, das es in sich hatte – gegen den damaligen Top-Favoriten der Liga, Eintracht Braunschweig II. Die TuS-Fußballer kämpften mit Einsatz und Herzblut und so gelang ihnen vor 700 Zuschauern im Woltersdorfer Stadion der überraschende Führungstreffer:
“Nach einem Foul an Danike bringt Brandt per Freistoß das Leder hoch vor das Gäste-Gehäuse und Gehrke trifft volley zum 1:0 (58.)“ (ce)
Die Freude war riesig, doch der Jubeltaumel blieb nicht folgenlos. Die Braunschweiger nutzten ihre Chance und noch in der selben Minute gelang der Ausgleichstreffer durch Tuzlak zum 1:1 (58.)
So haben die Woltersdorfer also quasi den Aufstieg in die Niedersachsenliga verjubelt. Es blieb beim Unentschieden, doch das Spiel ist bis heute unvergessen wie eben auch die Gemeinschaft als „rebellisches Dorf“ von Fußballverrückten. Gefeiert wird so oder so, denn die Woltersdorfer feiern viel und gerne, wie jeder weiß, der hier wohnt – manchmal auch mit Wildschein(-Bratwurst) und an einer großen Tafel wie einst ein weithin bekanntes gallisches Dorf.
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